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Trinkgeld gab es auch schon

Hauptumschlagplatz für den Bürgerbus ist die zentrale Haltestelle am Hecking-Center. Nach rund 100 Tagen zieht der Bürgerbusverein ein positives Fazit. Die Resonanz auf das neue Angebot sei erfreulich.

Bürgerbusverein zieht erstes Fazit nach 100 Tagen
Positiv überrascht und mit zuversichtlichem Blick auf die Zukunft: Nach den ersten rund 100 Tagen, seitdem der neu gegründete Bürgerbusverein durch das Dorf fährt, zogen Vorsitzender Hartmut Lohrmann und Pressewart Michael Steffens ein erstes Fazit. Seit dem Fahrtbeginn wurden im Juli, August und der ersten Septemberhälfte bereits rund 500 Menschen aus der Gemeinde befördert. 

Busfahrt für einen Euro


Doch diese Zahl rechnet nur die Gäste mit ein, die für die Fahrten den einen Euro zahlten, mehr kostet die Busfahrt nicht. Zusammen mit Kindern unter sechs Jahren und Menschen mit Behinderungen, für die die Fahrt kostenfrei ist, ließe sich diese Zahl deutlich vergrößern. „Für den kleinen Stamm der 25 ehrenamtlichen Fahrer und Fahrerinnen ist das ein freudiges Ergebnis“, sagte Steffens. Es lasse darauf hoffen, dass sich der Bürgerbus weiter etabliert.
Menschen jeden Alters würden die insgesamt rund 20 bis 30 Kilometer lange Route nutzen: Einkaufen im Ortszentrum, der Friedhofsbesuch in St. Arnold oder weitere Beweggründe sorgten bisher für ein Fahrgastaufkommen im dreistelligen Bereich. Lohrmann und Steffens können auf der „Nordroute“ durch das Dorf und auf der Südroute bis St. Arnold bereits einige Stammgäste begrüßen. Sechs Routen werden pro Tag gefahren, von montags- bis freitagsnachmittags. Montagmorgens wird der Wagen gewartet.
„Die Mobilität Neuenkirchens wird hier gefördert“, sagte Steffens, „allen Bürger, auch mit Einschränkungen, steht der Bürgerbus offen.“ Dies sei trotz Berichten und ausliegenden Flyern aber nicht sofort allen aufgefallen. Hier half auch die Mundpropaganda: „Viele der Älteren haben nichts von diesem Service gewusst und waren sofort begeistert“, sagte Lohrmann.

Kleines Trinkgeld

Lob haben die Fahrer schon des öfteren erhalten, Reaktionen wie „Und das alles für nur einen Euro“! waren schon zu hören. „Der älteste Bürgerbus-Fan ist 96 Jahre alt“, sagte Lohrmann schmunzelnd. Noch Tags zuvor habe er einige ältere Damen zu einem Rundgang am Offlumer See gefahren. Diese wären derart zufrieden gewesen, dass sie ihm sogar ein kleines Trinkgeld gegeben hätten.
Hauptumschlagplatz für den Bürgerbus sei die zentrale Haltestelle am Hecking-Center/Rathaus, dagegen würden manche Haltestellen gar nicht benutzt. Für die Zukunft setzt sich der Verein das Ziel, eine entsprechende Erprobung vielleicht bis zum April 2018 durchzuführen, Erfahrungen zu sammeln und private Änderungsvorschläge, von denen es bereits einige gab, zu berücksichtigen.
Fahrdienst bei besonderen Anlässen
„Die Routine muss sich erst einspielen, aber wir sind auf einem guten Weg“, freuten sich Steffens und Lohrmann. Bei besonderen Anlässen am Wochenende, wie dem kommenden Kürbisfest, wird überlegt, ebenfalls einen Fahrdienst anzubieten; ein entsprechenden Antrag liegt der zuständigen Behörde bereits vor.
Der Bürgerbusverein sucht noch Fahrer. Bei Interesse und für sonstige Informationen liegen an öffentlichen Gebäuden Flyer aus.
buergerbus-neuenkirchen.de